Was kosten gute Hochzeitsfotos?

Was kosten eigentlich gute Hochzeitsfotos? Das ist eine weit verbreitete Frage bei Paaren.
Gute Hochzeitsfotos kosten genau das, was Ihr bereit seid dafür auszugeben. „Wie? Das kann doch nicht sein!“ denkt ihr euch bestimmt. Aber lasst mich euch erklären wieso das wirklich wahr ist.

„Gute Hochzeitsfotos kosten 1000 Euro“

Solche Artikel findet man im Netz wie Sand am Meer. Aber was bedeutet das denn eigentlich? Denn wie üblich werden auch Fotografen nach Arbeitszeit bezahlt. Ist es also egal ob ich einen Hochzeitsfotografen für 4 Stunden oder für 12 Stunden buche, solange ich 1000€ zahle? Natürlich nicht und deshalb sind solche Aussagen viel zu allgemein und dienen bestenfalls als Durchschnittswert.

Fotografie ist neben handwerklicher Fertigkeiten vor allem eins: Kunst. Und bei Kunst scheiden sich die Geister. Was ich damit sagen möchte, ist dass die Tatsache, ob ein Foto „gut“ ist oder nicht im Auge des Betrachters liegt. Unterschiedliche Fotografen kreieren Bilder mit ganz verschiedenem Stil. Und ebenso gibt es unzählige Geschmäcker, den einen gefällt ein Bild den anderen nicht.

Was hat das nun mit guten Hochzeitsfotos zu tun? Nun ja, nach viel Recherche ein paar Gesprächen und reiflicher Überlegung entscheidet Ihr euch für Euren Hochzeitsfotografen. Aber woran macht Ihr diese Entscheidung wirklich fest? Sind es die Bilder die der oder diejenige auf anderen Hochzeiten bereits geschossen hat? Ist es die Persönlichkeit des Fotografen die euch direkt überzeug hat? Oder ist es letztendlich schlicht und allein der Preis, der ausschlaggebend war?

 

Preis als Qualitätsmerkmal

Abgesehen von Geschmäckern spielt meiner Meinung nach auch das Angebot eines Fotografen eine große Rolle. Bietet ein Fotograf Hochzeitsfotos für 3000€ pro Tag an, so wird er von potentiellen Kunden ganz anders gesehen als jemand der 400€ pro Tag veranschlagt. Hier spielt uns unser Hirn einen Streich. Wir nehmen an, dass der Fotograf der 3000€ pro Tag verlangen kann viel gefragter, exklusiver und besser sein muss als der für 400€. Und ja, höchstwahrscheinlich ist er es auch aber dennoch heißt das nicht, dass der 400€-Kollege seinen Job nicht gut machen würde. Er verkauft sich nur einfach anders.

Wie kommt eigentlich so ein Preis zustande?

3000€ am Tag klingen tatsächlich nach sehr viel Geld und viele werden von vornherein sagen „Der spinnt doch!“. Aber ganz rational betrachtet sollte man sich zunächst vor Augen halten wie so ein Preis zustande kommt. Hochzeitsfotografie ist nämlich deutlich mehr Arbeit als die Zeit vor Ort!

  1. Werbung: Wie werdet ihr überhaupt auf einen Fotografen aufmerksam? Darin steckt viel Zeit, Geld und harte Arbeit um sich neben der großen Konkurrenz Gehör bei Paaren zu verschaffen. Natürlich berechnet keiner diesen Aufwand explizit, aber es ist Arbeitszeit die entsteht und wer als selbständiger Fotograf von seinem Job leben muss, der berechnet sein Honorar inklusive dieses Aufwands.
  2. Vorgespräch: Das Vorgespräch zwischen Fotograf und Paar ist extrem wichtig, da es den Rahmen für die gesamte Zusammenarbeit bestimmt. Auch diese Zeit berechnet kein Fotograf explizit, aber zusätzlich zur Zeit die hier hinein gesteckt wird kommen fixe Kosten wie Studiomiete etc.
  3. Die Hochzeit: die eigentliche Zeit vor Ort macht nur ca. ein Drittel der tatsächlichen Arbeit aus, in manchen Fällen sogar deutlich weniger. Dennoch ist das die Zeit, die von den Paaren gebucht und somit sozusagen „bezahlt“ wird.
  4. Aufbereitung und Retusche: Hochzeiten sind Veranstaltungen wo viel los ist und wo nichts gestellt werden kann. Jeder Moment passiert nur ein einziges Mal und dann nie wieder. Als guter Fotograf ist es essentiell, diese einzigartigen Momente einzufangen. Deshalb machen viele Fotografen eine Vielzahl an Bildern um auf jeden Fall ein gutes dabei zu haben. Dadurch ist natürlich der Aufwand des Aussortieren und Bearbeiten der Bilder im Nachhinein umso aufwendiger. Diese Zeit nimmt oft ein Vielfaches der eigentlichen Zeit vor Ort in Anspruch.

Grob überschlagen kommen auf einen 10-stündigen Fotoauftrag auf einer Hochzeit 4 Tage an Vor- und Nachbereitung, bei Extrawünschen wie Fotoalben o.Ä. entsprechend mehr. Man kann den eigentlichen „Tagessatz“ eines Hochzeitsfotografen also quasi durch fünf teilen, um auf den wirklichen Tagessatz zu kommen. Damit relativieren sich diese Unsummen auch schnell wieder.

Warum Ihr trotzdem Angebote für 400€/Tag bekommt

Nachdem ich eben Schritt für Schritt erläutert habe, wie sich solche Preise bei Hochzeitsfotografen ergeben fragt Ihr euch vielleicht, warum es denn trotzdem Leute gibt, die einen ganzen Tag für 400€ oder sogar weniger fotografieren. Das liegt daran, dass heutzutage durch die tollen Kameras die für jeden erschwinglich sind viele Quereinsteiger ins Fotobusiness einsteigen. Leute die hauptberuflich einen 40-Stunden Job haben und am Wochenende „so nebenbei“ ein paar Hochzeiten fotografieren – nicht mehr unüblich heutzutage. Ich möchte nicht bezweifeln, dass solche Leute einen tollen Job machen können und super Bilder abliefern, aber trotzdem machen Sie mit solchen Angeboten die Preise von hauptberuflichen Fotografen, die wirklich davon leben müssen und sich nicht auf einem regelmäßigen Einkommen unabhängig von der Hochzeitsfotografie ausruhen können, kaputt. Aber was heißt das für Euch, das Brautpaar als Kunde? Das ist leider so leicht nicht zu sagen. Manche mögen die Hochzeitsfotografie als Nebenjob super hinkriegen, trotzdem zügig die Bilder liefern, Zeit für Vorgespräch einplanen usw. aber zumindest bei mir bleibt die Frage im Hinterkopf, ob ich für meine Hochzeit jemanden möchte, der das „nur so nebenher“ macht.

Zusammenfassung

Ich bin überzeugt davon, dass all diese Faktoren die Entscheidung, wer der passende Fotograf ist, beeinflussen. Und das bringt mich zum eigentlichen Punkt. Gute Hochzeitsfotos kosten so viel, wie sie euch wert sind. Es sind Eure Momente die Ihr nur dieses eine Mal habt, und euch ein ganzes Leben daran erinnern werdet. Wie viel euch die Bilder dafür wirklich wert sind, das müsst ganz allein Ihr entscheiden. Geschmäcker und Stile gibt es genau wie Fotografen und Brautpaare unzählig viele auf dieser Welt. Wichtig ist, dass Ihr den für Euch passenden findet.

Wer sich jetzt fragt, was eigentlich Hochzeitsfotos bei mir kosten: Hochzeitsreportagen 2018 beginnen bei 6 Stunden und 1200€. Alle anderen Anfragen wie bspw. Brautpaarshootings oder kürzere Begleitungen beantworte ich gerne per Mail oder am Telefon.

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